Entwicklerlizenzen teurer

  • Nein, im Ernst. Wie in allen anderen Bereichen im Leben muss erst Geld investiert werden um ein seriöses Geschäft aufzubauen.
    Wenn jeder ohne eine nennenswerte Investition auf gut Glück versuchen kann ein Geschäft aufzubauen, werden die meisten in diesem Vorhaben scheitern, weil nur halbherzig rangegangen wird.
    Bei einem jährlichen Beitrag von z.B. 5.000 Euro wird sich jeder zwei mal überlegen ob es sich löhnt das Geld zu investieren um seine App in den Store zu bringen. Dabei wird sich jeder Fragen ob die App gut genug ist um diese 5.000 Euro wieder rein zu holen und anschließend Gewinne zu erzielen. Dadurch würde die Qualität der Apps steigen und der Store wäre nicht so zugemüllt.

    Einen Rabat für Schüler und Studenten würde ich dabei natürlich begrüßen. Diese Zielgruppe braucht eine Unterstützung. Aber auch dort sind 100 Euro zu wenig.
  • bachelor schrieb:

    Bei einem jährlichen Beitrag von z.B. 5.000 Euro wird sich jeder zwei mal überlegen ob es sich löhnt das Geld zu investieren um seine App in den Store zu bringen. Dabei wird sich jeder Fragen ob die App gut genug ist um diese 5.000 Euro wieder rein zu holen und anschließend Gewinne zu erzielen. Dadurch würde die Qualität der Apps steigen und der Store wäre nicht so zugemüllt.

    Sorry, aber in dem Maß finde ich das Argument Quatsch. Ja, eine Einstiegshürde zur Abschreckung von F...-Apps finde ich sinnvoll ... hat nur leider irgendwie nicht funktioniert. Die Store-Qualität steht und fällt mit dem Review-Prozess und nicht mit dem Preis einer Entwicklerlizenz. Und bei dem von Dir genannten Betrag wäre meine Hobby-Entwicklung ein finanzieller GAU ... und m. E. nicht, weil sie qualitativ mangelhaft ist, sondern weil sie nur eine Nische adressiert.

    Warum stört Euch Schrott im Store? Ihr müsst ihn ja nicht laden / kaufen. Und dass Apps nicht erfolgreich sind, weil sie "untergehen" ist wohl eher eine Wunschbehauptung. Dann liegen m. E. die Gründe woanders.

    Mattes
    Diese Seite bleibt aus technischen Gründen unbedruckt.
  • Über zwei Dinge könnte man nachdenken.

    1) die Möglichkeit ohne Entwickleraccount seine App über Kabel via Xcode auch direkt auf eine Device zu spielen ohne eine Profile. Damit könnten sich zum Beispiel sehr kleine Firmen oder Vereine eine eigene kleine App leisten.

    2) ein zweistufiges Entwicklerprogramm. Erste Stufe kostenlos für kostenlose Apps im Store und zweite Stufe 1000 Euro für kostenpflichtige Apps im Store. Dann einen zusätzlichen dauerhaft einstellbaren Folter im Store ob man nur die eine oder die andere Art angezeit bekommen möchte oder eben beide. Dann stören einen die Müllapps bei der Suche auch nicht.

    Gruß aus dem sonnigen Chile

    Claus
    2 Stunden Try & Error erspart 10 Minuten Handbuchlesen.

    Pre-Kaffee-Posts sind mit Vorsicht zu geniessen :)
  • Die Schrott-Apps stören die Suche im Store extrem. Zum Einen werden falsche Keywords von den Entwicklern verwendet, zum Anderen hängen viele unnützliche Apps in der Suche oben weil die kostenlos sind, viel geladen werden und dadurch in der Suche nach oben steigen.

    Die Suchergebnisse sind auf 500 apps begrenzt. Sehr, sehr viele davon haben kaum etwas mit dem Suchbegriff zu tun und sind Müll. Es ist schwierig eine gute App zu finden, außer man nimmt eine von den prominentesten ganz oben.
  • bachelor schrieb:

    Die Schrott-Apps stören die Suche im Store extrem.

    Sicher, dass dieser Umstand nicht überbewertet wird? Von den Benutzern, die ich frage, wie sie auf eine (nicht nur meine) App gestoßen sind, antworten fast alle Google, Blogs, YouTube oder Facebook. Die Wichtigkeit der AppStore-Suche wird m. E. vollkommen überbewertet.

    Ausserdem hindert einen ja niemand, außerhalb des Stores Marketing zu betreiben (für "professionelle" Apps ja wohl obligatorisch).

    Mattes
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  • Na wenn ich zum Beispiel eine App zum Rotieren eines Videos, zum skalieren von Bildern oder einen FTP Client brauche, dann suche ich in dem Store eine entsprechende App.
    Oder ich möchte ein Jump & Run Game spielen, suche ich auch entsprechend in dem Store.
  • bachelor schrieb:

    Na wenn ich zum Beispiel eine App zum Rotieren eines Videos, zum skalieren von Bildern oder einen FTP Client brauche, dann suche ich in dem Store eine entsprechende App.
    Oder ich möchte ein Jump & Run Game spielen, suche ich auch entsprechend in dem Store.


    ok, in so einem fall würd ich immer mit einer suchmaschine suchen und nicht über den appstore (allein schon wegen fehlender tabs).
  • Manche Apps gehen schon im AppStore unter.
    Apps die erfolgreich sind, wurden manchmal schon ein halbes Jahr früher hochgeladen. Ich sehe das so, dass sie ein halbes Jahr nicht entdeckt wurden. Wenn die App den Leuten dann gefällt, würde sie ihnen ja auch schon früher gefallen (Ausgenommen, wenn die App erst durch ein Update gut geworden ist).

    Manchmal frage ich mich aber, warum apple die Apps mit vielen schlechten Bewertungen nicht mal überprüft. Denn das sind schon einige, die vielleicht voll mit bugs sind, oder einfach sehr schlecht sind. schlechte Bewertungen zeigen ja Unzufriedenheiten vieler Kunden. Wenn viele Kunden mit einer App unzufrieden sind, warum sollte sie dann noch im AppStore sein.

    Zum Preis: Also ich finde den Preis relativ angemessen. Es ermöglicht jedem eine App zu programmieren. Wenn sich jemand eine Jahresgebühr von 1000 oder mehr nicht leisten kann, heißt das nicht, dass er eine schlechte App rausbringen würde. Ich finde die Aussortierung von schlechten Apps sollte anders erfolgen, als mit dem Preis.

    Die Idee von einem Upgrade (also dem zweistufigen Dev Programm) fände ich gar nicht so schlecht. Nur wäre dann ein so einfacher "Karrierestart" als Appentwickler nicht mehr möglich. Um sich dieses "Upgrade" zu kaufen, müsste erst einmal ein wenig Geld aus der Sache herausspringen.

    Ich denke, dass das aktuelle System gar nicht so schlecht ist. Vielleicht sollte die Review noch etwas schärfer werden, um falsche Keywords zu vermeiden.