Remote Job

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  • Hallo zusammen,

    mich würden eure Meinungen zum Thema Remote Job interessieren. Also nicht mal Homeoffice machen sondern einen expliziten Dauer-Remote-Job mit gelegentlichen oder gar keinen persönlichen treffen weil Firma weit weg oder so. Zumindest meinen Online-Recherchen nach gibt es in den letzten Jahren immer mehr solcher Job-Angebote die auch gar nicht unseriös wirken wobei die meisten Firmen in den USA sitzen und auch nur US-Bürger einstellen wollen. Aber vielleicht hat ja der ein oder andere auch hier Erfahrungen damit gemacht. Mir ist klar dass es hier dann wohl eher um Jobs als iOS-/macOS-Entwickler geht, aber darauf möchte ich es nicht beschränken.

    Gruß
  • Mac & i Test Abo
  • Moin!

    Aus Sicht eines (iOS- / Mac-) Entwicklers kann ich nichts beisteuern, aber meine Frau hat in den letzten Jahren auf Teilzeitbasis remote für eine Firma im süddeutschen Raum gearbeitet (Back-Office): Auch wenn die Entfernung nicht mit einem Job in den USA vergleichbar ist, hier 2-3 Punkte, über die man sich m. E. im Klaren sein sollte:
    1. Mir zumindest würde der persönliche Kontakt mit Kollegen fehlen. Dabei meine ich nicht diverse Besprechungen - die eh meist per (Video-) Konferenz stattfinden - sondern den Plausch beim Kaffee-Holen, das gemeinsame Mittagessen, den Schnack im Büro, ... Sicherlich eine Situation, die als einzelner Freelancer ähnlich ist. Ich genieße die Möglichkeit, ab und zu in's Home-Office zu verschwinden, aber wenn ich 100% meiner Arbeitszeit daheim verbrächte, fehlten mir soziale Kontakte.
    2. Das Konstrukt hängt sehr von der Kommunikationsfähigkeit Deines Chefs / Teams ab: Persönliche Gespräche / Telefonate sind unerlässlich, ein ausschließlich auf eMails basierender Austausch ist nicht nur mühsam, sondern führt schnell zu Missverständnissen. Dies kann gerade in der Beziehung zu Vorgesetzten problematisch werden ... und eine Fremdsprache dürfte diesen Effekt noch verstärken.
    3. Das Thema Ansprechzeiten sollte klar definiert sein: Durch die Entfernung - evt. verstärkt durch Zeitverschiebungen - kann es sonst schnell zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen kommen. Hier ist jeder Jeck anders, aber ich halte eine deutliche Trennung von Arbeits- und Freizeit für (gesundheitlich) notwendig.
    Eine Anmerkung noch: In meinem Job hat es sich als sehr ungünstig erwiesen, wenn z. B. Projektbesprechungen per Skype o. ä. geführt werden und einige der Gesprächsteilnehmer in einem Konferenzraum mit Freisprecheinrichtung sitzen: Zum einen ist die Sprachqualität meistens nicht so gut, wie man vermuten möchte. Zum anderen bekommt der Remote-Partner viele Nuancen nicht mit, teils weil ihm z. B. Blickkontakte und Gesten im Raum fehlen, teils weil Gesprächspartner im Raum einfach zu leise sprechen ... automatische Stummschaltungen diverser Freisprecheinrichtungen zerhacken dann jedes Gespräch. Ein Kollege aus einem anderen Standort ist hier regelmäßig (zu recht) genervt. Mein Credo: Wenn Skype o. ä., dann alle (mit individuellem Headset)...

    Mattes
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  • Hi!

    Zu dem Thema gibt es recht viele Informationen.

    Geht es dir darum viel zu reisen? Dann wäre das Stichwort "Digitale Nomaden" (bzw. Digital Nomad) für dich interessant.
    Generell ist das ein Thema was immer häufiger anzutreffen ist und deshalb immer mehr auch bei Firmen ankommt. Wobei ich sagen würde, dass das Thema bei Firmen aus den USA sicherlich etwas einfacher/präsenter ist als bei deutschen Firmen.

    Ich selbst arbeite als Freiberufler remote für meine Kunden und wie schon von Mattes erwähnt, hat alles seine Vor- und Nachteile.
    Was ist denn dein Antrieb für Remote-Arbeit?

    Anatol
  • flexxx schrieb:


    Generell ist das ein Thema was immer häufiger anzutreffen ist und deshalb immer mehr auch bei Firmen ankommt. Wobei ich sagen würde, dass das Thema bei Firmen aus den USA sicherlich etwas einfacher/präsenter ist als bei deutschen Firmen.
    Genau, was mir da bzgl. deutscher Firmen / Gesetzgebung noch einfällt: Telearbeit unterliegt der Arbeitsstättenverordnung, so dass Dein Arbeitgeber z. B. für die ergonomische Ausstattung Deines Bildschirmarbeitsplatzes verantwortlich ist. Wohlgemerkt bei Dir im heimischen Umfeld. Dies könnte einer der Gründe sein, warum deutsche Firmen hier etwas zurückhaltend sind...

    Mattes
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  • Danke für eure Antworten. Ich kann das alles aus meiner persönlichen Erfahrung bestätigen. Ich weiß nicht warum ich dachte dass ein Remote-Only-Job da Vorteile hätte. Vielleicht vermittelt mir Remote-only dass man die Probleme im Griff hätte da man es sonst nicht anbieten würde.

    Mein Antrieb ist wahrscheinlich der, dass die interessanten Stellen in unserem Beruf hauptsächlich in großen Städten zu finden sind. Da ich nicht im Zentrum einer dieser Städte wohne möchte ich nicht so viel Zeit im Auto oder den Öffis verbringen.

    Eine weitere Annahme ist dass die Anforderungen klar sind sodass ich ungestört permanent für mich allein im Homeoffice arbeiten kann. Aber selbst mit meiner bescheidenen Berufserfahrung weiß ich dass dies nicht realistisch ist.

    Achja und ums Reisen ging es mir nicht, im Gegenteil. Ich möchte möglichst wenig Zeit zwischen Arbeit und Zuhause/Familie vergeuden.